Die Hausstauballergie erklärt

Die Hausstauballergie erklärt

  1. Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?

Eine Hausstaubmilbenallergie gehört zu den häufigsten Allergien in Europa. Sie wird hauptsächlich hervorgerufen durch zwei Milbenarten; der Dermatophagoides pteronyssinus (europ. Hausstaubmilbe) und der Dermatophagoides farinae (amer. Hausstaubmilbe).

Bei einer Milbenallergie reagiert Ihr Körper auf verschiedene Eiweissstoffe, die sich in ihren Ausscheidungen, Milbeneiern und in Bestandteilen getrockneter Milbenkörper befinden. Die Allergie wird ausgelöst durch das Einatmen dieser Partikel und führt dazu, dass das menschliche Immunsystem diese als Gefahr betrachtet und den Botenstoff Histamin freisetzt. Dies wiederum ruft eine allergische Reaktion Ihres Körpers aus. Vorwiegend Haare, Hautschuppen (Mensch und Tier), Fasern, Pilzsporen, Federn, Bakterien bilden den bekannten Hausstaub, welcher, unabhängig von der Sauberkeit des Wohnraums, überall vorkommt. Er dient als Nahrungsgeber und auch Träger für Milben und deren Ausscheidungen.

Die Hausstaubmilben sind die zweithäufigsten Auslöser allergischer Atemwegserkrankungen. Das Immunsystem von ca. 15-20% der Bevölkerung in Europa reagiert auf Milben (Sensibilisierung) wobei 8-12% effektive Symptome (Allergie) aufweisen (Tendenz steigend). Von den 15-20% entwickeln etwa 50-60% davon auch klinische Beschwerden, wie unter Punkt 3 beschrieben.

  1. Lebensräume der Milben:

Hausstaubmilben leben in einer Mikrowelt, die für uns unsichtbar ist, aber für sie perfekte Bedingungen bietet. Ihr Lebensraum ist nicht zufällig: Er hängt direkt von Temperatur, Feuchtigkeit, Nahrung und Materialbeschaffenheit ab.

Hausstaubmilben bevorzugen Orte, an denen sie viel Nahrung (Hautschuppen) und konstante Feuchtigkeit finden. Dazu gehören:

  • Matratzen

  • Kopfkissen

  • Bettdecken

  • Polstermöbel

  • Teppiche

  • Vorhänge

  • Kleidung

  • Stofftiere

Warum gerade dort? Weil Menschen dort viele Stunden verbringen und kontinuierlich Hautschuppen verlieren. Gleichzeitig entsteht durch Körperwärme und Atemluft ein feucht-warmes Mikroklima.

  1. Symptome einer Milbenallergie?

Die Symptome sind u.a. ähnlich wie bei einer schweren Erkältung und/ oder Heuschnupfen:

Verstopfte oder laufende Nase, häufiges Niesen = allergische Rhinitis

Verstopfte oder laufende Nase, häufiges Niesen + tränende, juckende Augen = allergische Rhinokonjunktivitis

Verstopfte oder laufende Nase, häufiges Niesen, tränende, juckende Augen + Atembeschwerden (Atemnot) und Husten = allergisches Asthma

Hautausschläge und Juckreiz = Neurodermitis

Kopfschmerzen, Schlaffheitsgefühl

  1. Wann habe ich die Symptome?

Die Symptome einer Milbenallergie können das ganze Jahr auftreten. Hauptsächlich und am schlimmsten treten die Symptome nach dem Schlafen auf. In der Nacht in Ihrem Bett setzen Sie sich, im schlimmsten Fall, über mehrere Stunden einer Milbenkolonie von bis zu 10 Mio. Milben aus. Die höchste Milbenpopulation ist im Hochsommer bis Anfang Herbst. vorzufinden. Auf den Winter hin mit dem Beginn der Heizperiode und der abnehmenden Luftfeuchtigkeit sterben die meisten Milben aber die Allergiebelastung in der Luft ist dann am höchsten. Der Zerfall der Milben und deren zurückgebliebener Kot ist weiterhin allergieauslösend und wird in den kalten Monaten durch die warme, aufsteigende Heizungsluft begünstigt, was somit bedeutet, dass die Allergiebelastung in den kalten Wintermonaten am höchsten ist!

  1. Wie kann man die Belastung reduzieren?

Eine konsequente Reduktion der Allergene ist der wichtigste Schritt, um Beschwerden zu lindern. Bewährt haben sich:

  • Milbenschutzbezüge (Encasings): Beziehen Sie Ihr Bett mit nanoSPACE Encasings.

  • Bettwäsche regelmässig bei min. 60°C waschen.

  • Wenn möglich, Kissen und Decken alle 2-3 Monate bei 60°C waschen.

  • Matratze 1mal im Jahr chemisch reinigen lassen. Nach ca. 8 -10 Jahren Matratze wechseln.

  • Glatte Böden bevorzugen.

  • Staubsauger mit HEPA-Filter verwenden.

  • Böden feucht aufnehmen und Staub auf Möbeln mit feuchtem Lappen entfernen.

  • Raumtemperatur im Schlafzimmer bei 16-20°C halten und die Luftfeuchtigkeit unter 50% halten.

  • Regelmässiges Lüften.

  • Bei Kinderzimmern Stofftiere regelmässig waschen oder nach Möglichkeiten 24 Std. in das Tiefkühlfach legen um die Milben ab zu töten.

  • Vermeiden Sie Teppiche, Polstermöbel und schwere Vorhänge im Schlafzimmer.

  • Getragene Kleidung nicht aufs Bett legen.

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