Hausstaubmilbenallergie

Hausstaubmilbenallergie

Informationen für Betroffene

Eine Hausstaubmilbenallergie gehört zu den häufigsten Allergien in Europa. Viele Menschen reagieren nicht auf die Milben selbst, sondern auf bestimmte Eiweißstoffe in ihren Ausscheidungen. Diese Allergene sammeln sich vor allem in Matratzen, Bettdecken, Kissen und Polstermöbeln – also dort, wo Wärme und Feuchtigkeit ideale Lebensbedingungen bieten.

Was sind Hausstaubmilben?

Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere, die in jedem Haushalt vorkommen. Sie sind harmlos, stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Das Problem entsteht erst durch die allergieauslösenden Partikel, die sich im Hausstaub anreichern.

Typische Symptome einer Hausstaubmilbenallergie

Die Beschwerden treten besonders morgens nach dem Aufstehen oder beim Kontakt mit Bettwaren auf. Häufige Symptome sind:

  • verstopfte oder laufende Nase

  • Niesreiz

  • juckende oder tränende Augen

  • Hustenreiz

  • Atembeschwerden oder milbenbedingtes Asthma

  • schlechter Schlaf und morgendliche Müdigkeit

Die Symptome können ganzjährig auftreten, da Milben in Innenräumen leben.

Warum sind Bettwaren besonders betroffen?

Matratzen, Kissen und Bettdecken bieten Milben ideale Bedingungen:

  • Körperwärme

  • Feuchtigkeit durch Schwitzen

  • Hautschuppen als Nahrung

Ohne Schutzmaßnahmen können sich hier Millionen von Milben ansiedeln.

Wie kann man die Belastung reduzieren?

Eine konsequente Reduktion der Allergene ist der wichtigste Schritt, um Beschwerden zu lindern. Bewährt haben sich:

Milbenschutzbezüge (Encasings)

Spezielle allergendichte Bezüge für Matratzen, Kissen und Bettdecken verhindern, dass Allergene nach außen gelangen. Sie sind:

  • luft- und wasserdampfdurchlässig

  • waschbar

  • wissenschaftlich geprüft

  • eine der effektivsten Maßnahmen laut Allergologen

Regelmäßiges Waschen

  • Bettwäsche: mindestens 60 °C

  • Encasings: gemäß Herstellerangaben

  • Kuscheltiere: regelmäßig waschen oder 24 Stunden einfrieren

Raumklima optimieren

  • Temperatur: 16–20 °C

  • Luftfeuchtigkeit: unter 50 %

  • regelmäßiges Lüften

Staub reduzieren

  • glatte Böden bevorzugen

  • HEPA-Filter im Staubsauger

  • Polstermöbel regelmäßig reinigen

Wann sollte man ärztlichen Rat einholen?

Wenn Symptome länger bestehen, den Schlaf beeinträchtigen oder Atembeschwerden auftreten, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Fachpersonen können Allergietests durchführen und geeignete Therapien empfehlen.

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